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Hörminderung

Eine Hörminderung kann unterschiedliche Ursachen haben: Vererbung, Lärm, laute Musik, Stress, Erkrankung, Medikamente, Alterungsprozesse, …
Einige Beeinträchtigungen sind zeitlich begrenzt, die meisten Ursachen führen hingegen zu einer irreversiblen Schädigung des Hörvermögens.

Nach einer Studie des Deutschen Grünen Kreuzes hat fast jeder vierte Einwohner Deutschlands Hörprobleme, von denen in zunehmendem Maße junge Erwachsenen betroffen sind. Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Folge leiden 25% der jungen Erwachsenen an irreversiblen Hörschäden, vorwiegend auf lautes Musikhören zurückzuführen.

Wege zum besseren Hören (GN ReSound, pdf-Format)

Wie funktioniert das Gehör?

Das Gehör ist ein besonders komplexes System. Es ist der erste der fünf Sinne, der sich beim Fötus entwickelt und so den ersten Kontakt zur Welt bietet.

Das zentrale Element unseres Gehörs ist das Ohr. Es nimmt Schallwellen auf, formt diese in elektronische Impulse um und leitet sie entlang des Hörnervs zum Gehirn. Dort werden Töne, Geräusche und Sprache aufgenommen, verarbeitet und interpretiert. Zum besseren Verständnis dieser komplexen Vorgänge, stellen Sie sich vor, Sie machen einen Spaziergang durch das Ohr. Video: hier

Das äußere Ohr

Dieses besteht aus der Ohrmuschel (Auricula), die den Schall sammelt und hilft festzustellen, aus welcher Richtung er kommt, sowie aus dem äußeren Gehörgang und dem Trommelfell. Wenn der Schall das Trommelfell erreicht, beginnt es zu schwingen und leitet ihn durch diese Bewegungen zum Mittelohr weiter.

Das Mittelohr

Auf nur einem Quadratzentimeter des Mittelohrs befinden sich die drei kleinsten Knochen des Menschen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Ihre Bewegungen werden durch die Bewegungen des Trommelfells ausgelöst und Schall um das Zwanzigfache verstärkt, um die Weiterleitung zum Innenohr zu gewährleisten.

Das Innenohr

Im Innenohr findet sich das eigentliche Hörorgan – die Hörschnecke (Cochlea). Eine Schnecke hat ca. 20.000 kleine Sinneszellen (sog. Haarsinneszellen), die den Schall in hohe und tiefe Frequenzen (Tonhöhen) aufteilen. In den Haarsinneszellen wird die Lautstärke von Tönen, Geräuschen und Sprache bestimmt und die mechanischen Schwingungen (vom Trommelfell und den Gehörknöchelchen) in elektrische Impulse umgewandelt. Diese Impulse erreichen über den Hörnerv das Gehirn, wo sie zugeteilt und verarbeitet werden. Erst hier im Gehirn wird zwischen den einzelnen Wahrnehmungen unterschieden und daraus die unterschiedlichen Empfindungen des Gehörten bestimmt.